Januar

Januar. Viele sind im Januar mit guten Vorsätzen beschäftigt. Ich nicht, weil ich von guten Vorsätzen noch nie viel gehalten habe. Den Januar für gute Vorsätze auszusuchen ist ohnehin der eindeutig falscheste Zeitpunkt. Am 01.01., egal welchen Jahres, fühle ich mich verlässlich beschissen. In diesem Zustand ist es mir absolut nicht möglich Dinge zu tun die ich freiwillig nie getan habe. Oder auf Dinge zu verzichten die ich freiwillig immer sehr gerne getan habe. Von der neuen Jahreszahl einmal abgesehen finde ich es am besten, wenn im Januar erst einmal alles so bleibt wie es war.

Im Laufe der letzten Jahre wurde ich zudem Zeugin wie jeder, der in der Silvesternacht voller Inbrunst gefassten Neujahrs-Vorsätze meiner Freunde gebrochen wurde. Der eine früh (zwei bis fünf nach zwölf), der andere spät (ab zehn nach zwölf) ein Phänomen, das selbst dann frustriert wenn man nur dabei zusehen muss. Noch dazu ist meine persönliche Frustrationsgrenze ohnehin recht niedrig – besonders niedrig in Verbindung mit Alkohol und immer dann besonders schlimm wenn sich ein dicker fetter Kater an mir fest klammert. Deshalb beschränke ich mich Anfang Januar auf eine simple Bestandsaufnahme. Die kann zwar auch frustrieren strengt im Vergleich zu Vorsätzen aber zumindest nicht an.

Fest steht: Ich befinde mich immer noch in der Blüte meines Lebens. Ich kriege zwei Flaschen Rum ohne meinen Ausweis zeigen zu müssen UND setzte mich in der Bahn ohne schlechtes Gewissen wegen der Beine. Allerdings wische ich neuerdings Krümel vom Tisch, sauge durch und habe sogar schon eigenhändig Brot gebacken(?!). Zimmerpflanzen kriege ich nicht durch. Feiern geht noch (zugegeben, ist selten geworden), am Tag danach geht dann aber gar nichts mehr (nein, nicht mal duschen). Ich würde mich wohl an die Snooze-Funktion des Weckers gewöhnen wenn es nicht an die Bauarbeiten vor meinem Fenster gäbe (voraussichtlich bis März 2014 – pah!). Ich hasse HASSE Veronica Ferres und die hiesigen Jung-Spießer-Trupps (Aggro Berlin). Für Silvesterknaller und Schimmelkäse bin ich immer noch nicht erwachsen genug und wenn ich jetzt eine Minute lang die Augen schließe bin ich mir nicht ganz sicher ob ich schon glücklich bin…..

OK, 2014 – ich denke wir können anfangen!

Endlich 2014
Ich glaub da hinter der Spree fängt der Sommer an…..

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2 Comments

  1. reb

    Genau!

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  2. Hannah

    2014 wird was, das spüre ich ihm kleinen Zeh.

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