South Park wusste es

Nun haben wir den Salat. Mr. Garrison aka. Donald Trump ist Präsident. In der Serie South Park ist Mr. Garrison ein pädophiler Grundschullehrer, der aufgrund durchgedrehter  Hasstiraden (real!) und unkonventioneller Lösungsansätze (easy!) zum Präsidentschaftskandidat aufsteigt. Am Ende bekommt Mr. Garrison allerdings Panik weil er merkt, dass er gewählt werden wird, obwohl er keine Ahnung von Politik hat.

Donald Trump ist ein verzogener Möchtegern-Millionär, der Frauen gerne mal an die „Fotze“ greift. Er hat auch viele Lösungen in petto, unter anderem will wird er wohl eine Mauer um die USA herum bauen. Zumindest um Teile des Landes jedenfalls. Ob Trump irgendwann mal an sich gezweifelt hat, wie Mr. Garrison? Wohl kaum. Das wäre dann auch der einzige und leider ziemlich unwitzige Unterschied zur Comic-Serie.

Genauso wenig komisch: die Lebensrealität in den USA sah schon vor Trump verdammt dunkel aus. Was dort zwischen Reich und Arm liegt, ist längst keine Schere mehr, sondern ein deutlich breiteres Loch. Klar, ganz so schlimm ist es bei uns noch nicht. Aber eine immer kleiner werdende Mittelschicht und wachsende Armut – hey, das gibt’s auch in Europa. Und dass Menschen einem Lügner glauben, weil das, was er sagt, so einfach und verdammt ansprechend klingt? Dafür braucht es keinen Hitler-Vergleich mehr. Brexit, Pegida, Frauke Petry – you name it.

Was wir vom Wahlausgang lernen sollten? Dass es soziale Sicherungsnetze braucht, faire Löhne (Grundeinkommen?), feste Jobs, eine durch staatliche Zuschüsse gesicherte Zukunft. Ein Bildungssystem, in dem auch Abschlüsse neben dem Abitur zählen. Transparenz. Wirtschaft, die von der Politik reguliert wird und nicht anders herum. Komisch eigentlich, dass schon beim Schreiben dieser Sätze das Gefühl aufkommt, furchtbar naiv und peinlich zu klingen. Dabei sind Trumps Losungen mit denen er die Wahl gewonnen hat nicht weniger naiv. Dafür klingen sie knallhart und deshalb besser. Noch dazu sind sie etwas kreativer und werden offensichtlich weitaus weniger gefährlich eingeschätzt als diese old school Bernie-Sanderssche Linken-Litanei.

Die tanzenden Schweine werden aller Peinlichkeit zum Trotz weiterhin pathetisch am Traum von einer besseren Gesellschaft festhalten. Früher dachte man noch, es helfe, wenn man nicht soviel RTL 2 guckt. Aber Populismus liegt eben schwer im Trend. In diesem Sinne: Fuck Trump. Fuck Frauke. Machs besser.

 

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