Hühner

Herzogs Hühnerhass

Werner Herzog mag keine Hühner. Werner Herzog glaubt Hühner sind dumm. Er mag nicht wie sie ihn anstarren, mag nicht wie sie aufgeregt herumflattern, wie sie stehen, gehen und picken und wahrscheinlich mag er auch nicht, dass sich die Hühner nicht gegen Angriffe im Hühnerstall wehren können. Dabei ist ein Marder einfach stärker als ein Huhn. Auch physisch. Dafür können die Hühner nix, auch deren Dummheit nicht. Ja, es stimmt, wenn der Marder kommt, sind die Hühner nicht schlau genug um aus ihren Ställen zu flüchten. Sie drängen sich lieber alle zusammen in eine Ecke des Stalls, kreischen hysterisch, schlagen mit den Flügeln und versuchen sich mit einer Wolke aus Federn darüber hinwegzutäuschen, dass der Marder gerade eins nach dem anderen von ihnen zerfleischt.

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Eine Schnitzelbank für Donald Trump


Das Spiel ist doch noch noch offen. Donald Trump, der Mann mit dem lustig auftoupierten Haarnest, der knallharte Super-Boss, der wahnsinnige Milliardär, der schon alles hat und darum so gerne Präsident der USA werden will, konnte den Vorwahlstaat Iowa nicht einnehmen.

Noch haben ihm die Propaganda-Cheerleader, die er sich wohl bei Kim Jong-un (unbestritten dem Experten dieses Themas) abgeguckt hat, die absolute Mehrheit nicht beschert. Vielleicht hätte er es mit einem anderen Song versuchen sollen. Dem vorgeblich deutschen Song-Klassiker namens „Schnitzelbank“.

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Willkommen in Deutschland

In Ungarn werden Bahnhöfe geräumt. Dänemark stoppt die Zugverbindungen nach Deutschland. Tausende Menschen erreichen München. Flüchtlingskrise.
Eigentlich wollte ich schon vor zwei Monaten eine Reportage über die Flüchtlingssituation in Deutschland schreiben. Damals stand Griechenland als Synonym für die Krise in Europa und Angela Merkel streichelte unbeholfen über die Haare eines kleinen Mädchens. Sie konnte nicht trösten, weil das Kind ein Flüchtling war und Entscheidungen über das Aufenthaltsrecht von Menschen politisch und nicht emotional gefällt werden. Vor einer endgültigen Aussage muss der Aufenthalt zunächst geprüft werden. Praktisch bedeutet das, dass ein Mensch zunächst zu Papier gemacht werden muss. Dann kann ein Leben über Schreibtische wandern, in Plastikablagen gelegt, gestempelt, beschrieben, bedruckt, geändert werden.

Ich wollte wissen, wie die Perspektiven für Menschen sind, die es bis hierher geschafft haben. Wie jemand lebt, der nicht als Einwanderer, sondern als Flüchtling gilt. Damals traf ich Munir aus Afghanistan, meine Geschichte legte ich auf Eis.

There’s No Biz Like Show Biz

Denn das Wesen von Showbiz und Rock’n’Roll offenbart sich im wesentlichen am Merch-Stand …

Was noch geschah?

Marteria / Bilderbuch / Sunn O))) / Helene Fischer / Melissa Etheridge / Rocko Schamoni / Five Seconds Of Summer / Alden Penner & Michael Cera / Tokio Hotel / Element Of Crime / Noel Gallagher / Martin Rütter / Matthew E. White /

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B(re)ad Romance

Der Verzicht auf Gluten ist eine Modeerscheinung. Eine unsinnige, hirnrissige Idee auf die nur verzickte Gesundheitsfanatiker kommen können, denen Bio mittlerweile nicht mehr gut genug ist. Hey, holt die Fanfaren raus! Ich bin endlich bei den supercoolen Kids angelangt, denn ich habe eine waschechte Lifestyle-Erkrankung! Zugegeben, ich war schon immer ein Sensibelchen. Heuschnupfen, Asthma, Schuppenflechte – das A für Allergien brauche ich nicht mehr zu kaufen. Meine aktuelle krankheitsbedingte Problembewältigungsstrategie sieht Gluten-Verzicht vor. Die Strategie gilt allerdings nicht als Lösung sondern vielmehr als Problem. Beziehungsweise zählt sie zum gegönnten Luxus. So zumindest sieht man das im Lifestyle-Ressort.

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Der Kapitalismus und die Jungfräulichkeit

In der Berliner O2-World kostet das Bier seit neuestem 5,50 Euro. Auf die Frage, warum der Preis um 50 Cent erhöht wurde, erklärte mir das Mädchen hinter dem Zapfhahn schuldbewusst: Wegen des Mindestlohns. Haha. Klarer Fall, der Mindestlohn ist schuld. Der beträgt ja immerhin stolze 8.50 Euro. Nun fragt man sich zu welchen Löhnen die armen Angestellten vorher das sauteure Bier in die Plastikbecher haben zapfen müssen. Sie müsse das auf Nachfragen dem Kunden so erklären, habe der Chef vorgeschrieben, erklärte sie weiter. Klar, der Chef, der ist eben schlau!

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Die Zeitungsfrau

Der Mörder kommt meist durch die Hintertür. Logisch. Mädchen in Horrorfilmen rennen, sobald sie ein komisches Knarzen hören immer in den ersten Stock. Das ist weitaus weniger logisch, weil sie sich dann im Wandschrank verstecken müssen und nicht ordentlich fliehen können. Die Mottenkugeln, die noch von Oma im Schrank abgelegt wurden und der Staub, der an den Klamotten hängt, kitzelt Horror-Opfer in den Nasen. Und enttarnt durch einen Nieser werden sie am Ende brutal abgeschlachtet, obwohl sie sich doch so einfach durch die Vordertür hätten retten können.

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Wer hat Angst vorm Petermännchen?

An Portugals Stränden treibt ein Fisch sein Unwesen, der als Petermännchen bezeichnet wird. Leider ist das Petermännchen nicht so putzig wie sein Name es vermuten lässt. Tatsächlich ist dieses Vieh sogar ziemlich hinterlistig, weil es sich in den weichen Sand eingräbt und nichtsahnenden Touristen seine giftigen Stacheln in die schutzlosen Fußsohlen rammt. Vor dem gemeinen Petermännchen war ich in einem einschlägigen Internetforum gewarnt worden. Punkt eins unserer Urlaubssatzung beschloss daher: sollte einer von uns verräterische Luftlöcher im portugiesischen Sand entdecken, galt es sowohl uns als auch sämtliche Anwesende an Lissabons Stränden zu warnen.

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Denken Sie an was Schönes

Die Anweisung an was Schönes zu denken erhält man vor allem beim Arzt. Doch anstatt sich schon im Wartezimmer etwas für selbigen Ernstfall zu überlegen, schlägt man die Zeit dort, wie vorgeschrieben, mit Warten tot. Erst blättert man die Gala und die In-Touch durch. Dann die Bunte. Stern und Spiegel sind schon weg. Beides haben schlaue Wartende bereits Anfang der Woche mitgehen lassen.

Ich glotz TV

Erst gestern hielt mir ein „Kollege“ einen Vortrag darüber, dass das Dschungelcamp in diesem Jahr deshalb so langweilig sei, weil es sich „total wiederholt“. Ich hatte keine Lust ihm zu erklären, dass es sich hierbei um das Prinzip des Dschungelcamps handelt und erfreue mich ungestört an den wunderbaren Kapriolen des Bundespräsidents der Herzen, Walter Freiwald.

Heute bin ich über einen etwas älteren Text von mir gestoßen, den ich hier nicht veröffentlichen kann, weil ich dessen Rechte gegen Geld verkauft habe. Immerhin lässt er sich verlinken! Wer also kein Interesse am Dschungel hat, für den sind  vielleicht die hier vorgestellten Filmen und Serien was. Das Lesen lohnt sich ohnehin immer. Bitte hier klicken!

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